Rock am Ring 2010

65b49966-465c-4fc0-b1bc-e1ac707f44f53 Als das diesjährige Line-Up von Rock am Ring bekannt wurde, dacht ich mir nur: “Da muss ich hin”. Gesagt, getan. Am Mittwoch, den 2.6., ging es dann auf in Richtung Nürburgring. Gegen 16 Uhr hatten wir den Ring erreicht und mussten feststellen, dass trotz unserer relativ frühen Anreise, bereits alle Campingplätze im nahen Bereich des Festivals belegt waren. Wir hatten somit keine andere Wahl, als auf D0 zu campen. Von dort aus ging man ca. 20 Minuten bis zum Festivalgelände.

Nachdem die Zelte aufgebaut waren, ging ich zur Ringrocker Warm-Up Party ins Eventcenter am Nürburgring. Dies ist ein Zelt, in das 3500 ZuschauerInnen passen. Dort spielten am Abend die Bands “We butter the bread with butter”, “Jupiter Jones” und “Montreal”. Es kam sehr gute Ringstimmung auf und auch das Wetter spielte schon gut mit. Gegen 2 Uhr ging ich zurück zu meinem Zelt.

Am nächsten Tag spielten die ersten beiden “offiziellen” Bands: Die H-Blocks und KISS. Die H-Blocks wärmten das Publikum super auf und spielten eine einwandfreie Show. Nach einer etwas längeren Umbaupause betraten Kiss die Bühne und brachten die Menge zum Kochen. Eine fulminante Show mit vielen Pyroeffekten und einer Flugeinlage des Sängers.

Gegen 0 Uhr war die Show dann mit einem großen Feuerwerk beendet und es begann das große Gedränge zum Ausgang. Ab Donnerstag war es dann normal, dass der Rückweg zum Zelt nicht unter einer Stunde zu machen war. Die Infrastruktur des Rings kam bei den Massen stark an ihre Grenzen.

Am Freitag wachte ich schon relativ früh auf und ging gegen 14 Uhr aufs Gelände. Dort schaute ich mir dann die Eröffnung der Alternastage durch Roman Fischer an, der entgegen meiner Erwartung eine gutes Konzert spielte und auch relativ viele ZuschauerInnen zog. Anschließend schaute ich mir die Deutschpop Band Fertig Los! an, die ich bereits auf einem anderen Festival schon einmal gesehen hatte und  dort ziemlich gut fand. Sie überzeugten mich auch am Ring erneut und ich ging zur Clubstage, die es in diesem Jahr wieder gab. In den letzten Jahren gab es anstatt der Clubstage das Coca Cola Clubtent, welches sich jedoch nicht bewährt hatte.

Auf der Clubstage schaute ich mir dann Eyes of Solance und Whitechapel an. Letztere kannte ich vor dem Ring nicht, werde mir aber auf jeden Fall Musik von ihnen besorgen, da sie mich vollkommen überzeugt haben. Auch der relativ großen Menge vor der Clubstage hat es gefallen.

Nach Whitechapel ging ich zurück zum Zelt, um etwas zu essen und mich ein bisschen auszuruhen, damit ich für meine absoluten Favoriten an diesem Tag fit bin. Als ich zurück auf dem Gelände war, sah ich noch das Ende von den Editors und kämpfte mich dann nach vorne, um die Sportfreunde Stiller und Jan Delay von ganz vorne zu sehen. Ich schaffte es nach einiger Zeit in die erste Reihe zu kommen und kam so in den Genuss die beiden Headliner mit freiem Blick auf die Bühne sehen zu können. Und ich muss sagen: Es hat sich ganz klar gelohnt auf Rage Against the machine zu verzichten. Nach Jan Delay bin ich dann müde ins Zelt gegangen.

Samstag wollte ich eigentlich einen kompletten Metaltag machen. Dies gelang mir jedoch nur zum Teil. Ab 17 Uhr schaute ich mir As I lay dying an und ging nach dem Konzert zur Centerstage, um das Ende von Gentleman zu sehen. Dort gefiel es mir dann so gut, dass ich beschlossen habe, Gossip anstatt von Stone Sour zu schauen. Das Konzert von Gossip war dann sehr durchwachsen. Teilweise war es okay, teilweise sang Beth Ditto sehr schlecht und mitten während dem Konzert hat sie sich dann auch noch bis auf einen Badeanzug ausgezogen.

Nach Gossip spielten dann 30 Seconds to Mars. Der erste Schock waren die Haare von Jared Leto. Er hat sie rot gefärbt und zu einem Iro aufgestellt. Und ich war nicht der einzige, der das nicht verstanden hat. Das Konzert an sich war besser als die letzten Konzerte von 30 Seconds zu Mars. Und am Ende ging er sogar in die Menge und holte sich Fans auf die Bühne. Beth Ditto kehrte bei der Zugabe sogar die Bühne. Alles in allem war der Auftritt sehr gelungen. Auch wenn er nicht so spektakulär war.

Anschließend ging ich zur Alternastage und schaute mir die Volbeat Show an, die, wie immer, großartig war.  Mitten im Konzert hat der Sänger einer Frau in der ersten Reihe 20 Euro geschenkt, damit sie sich ein Volbeat Shirt holen kann. Doch der Volbeat Auftritt wurde von Muse, die ich mir anschließend ansah, noch getopt. Während der Muse Show flog ein riesiges Ufo über die Menge, aus dem dann ein Tänzer herausflog. Also eine tolle Show und super Stimmung im Publikum. Auch wenn es nicht so voll war, wie bei anderen Headlinern.

Anschließend wollte ich eigentlich noch zu Slayer gehen. Jedoch siegte dann die Müdigkeit und ich entschied mich meine Kraft für den anstrengenden nächsten Tag aufzubewahren, da ich vor hatte, fast den ganzen Tag vor der Centerstage zu sein.

Bei strahlendem Sonnenschein ging ich dann also Sonntag Morgen zum Gelände. Ich hatte vorher meine Sachen im Zelt schon etwas zusammen gepackt und alles, inklusive Regenschirm und Regencape in den Koffer gepackt. Dies erwies sich als schlimmer Fehler. Bereits bei Cancer Bats auf der Alternastage fing es an zu stürmen und in der Umbaupause wurde es dann ganz schlimm und es schüttete wie aus Kübeln. Es wurde sogar so schlimm, dass es eine der beiden LCD-Leinwände an der Alternastage kaputt gemacht hat.

Gerade als meine Lieblingsband A day to remember spielen sollte, wurde der Regen etwas weniger und ich gesellte mich im orangenen Jägermeister-Regencape, welches am Jägermeister Stand umsonst verteilt wurde, an die Bühne. Mit mir feierten ca. 8000 andere Fans die Band im Regen. Trotz dem Regen war die Stimmung enorm gut und der Auftritt der Band war bombastisch.

Anschließend bin ich schnellstmöglich zur Centerstage gegangen und habe mich angestellt, um in die Zone A zu kommen. Nach 20 Minuten wurden wieder Leute reingelassen und ich war dabei. Somit war ich sicher unter den 9000 Fans, die vorne an der Bühne stehen durften. Leider war die Planung von Seiten der Veranstalter nicht so gut und somit gab es nur 1 Männerklo in der ganzen Zone. Dementsprechend stand man dann mindestens eine Stunde an, um auf die Toilette zu kommen.

In der Zone A sah ich dann Bullet for my Valentine, Cypress Hill, Rise Against und Rammstein, die mit Außnahme von Cypress Hill alle super waren. Rammstein hat eine bombastische Show mit sämtlichen Pyroeffekten und allem abgeliefert. Leider hat es auch da geregnet, sodass ich komplett durchnässt, aber glücklich um 1 Uhr wieder in meinem Zelt angekommen bin.

Am nächsten Tag wurde ich unsanft um 9 Uhr von einem Security geweckt und daran erinnert, dass wir um 12 Uhr vom Zeltplatz runter sein müssen.

Um 10 Uhr hatten wir dann alles gepackt und brachen um 11 Uhr nach Hause auf.

Alles in allem war es ein tolles Wochenende und trotz einigem Regen am Sonntag und der extremen Hitze an den anderen Tagen, hat sogar das Wetter super mitgespielt.

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