Ergebnisse der Kommunalwahl 2009 in Tönisvorst, Krefeld und NRW

Nun sind auch die letzten Stimmen ausgezählt und das Ergbenis steht fest. Sowohl in Krefeld, als auch in Tönisvorst wird die CDU weiter regieren. In Krefeld konnte Kathstede seine Stimmenanzahl vom letzten Mal aber nicht verteidigen, sondern hat einige Prozente verloren und die Wahl ganz kanpp mit 39,59 Prozent gewonnen. Sein Gegenkandidat Uli Hahnen von der SPD konnte 39,12 Prozent auf sich verbuchen. Damit ist es ziemlich sicher, dass in Krefeld neu ausgezählt werden muss und das Ergebnis so noch verändert werden wird.
In Tönisvorst sieht das alles etwas eindeutiger aus. Dort konnte der erstmals angetretene CDU Kandidat Thomas Goßen 36,8 Prozent für sich verbuchen und hat damit ca. 6 Prozent Vorsprung von Uwe Leuchtenberg, der für die SPD 28,7 Prozent errungen hat. Der dritte Kandidat für Tönisvorst, der als unparteilicher Kandidat ins Rennen gegangen ist, konnte 15,1 Prozent der Stimmen sammeln und hat auch damit einen Achtungserfolg erreicht. Er hat Tönisvorst auch über die Grenzen hinweg bekannt gemacht, da er sich zum unabhängigen Bürgermeister hat “casten” lassen. Er bewarb sich auf eine Anzeige in einer Tageszeitung, die die Tönisvorster FDP geschaltet hatte, um den besten Kandidaten aus dem Bundesgebiet zu finden. In einem Bewerbungsverfahren konnte Christian Hoechtlen sich schließlich durchsetzen und wurde im Dezember von FDP und UWT nominiert.


Im Rat der Stadt Tönisvorst gab es mit diesen Wahlen auch einige Veränderungen. Die CDU konnte 18 Sitze im Stadtrat erkämpfen, die SPD hat sich auf 12 Abgeordneten im Stadtrat gesteigert, die FDP konnte ihre 4 Sitze halten und auch die “Grünen” (siehe Blogeintrag vom 20.8.) konnten mit 4 Abgeordneten das Ergebnis der letzten Kommunalwahl halten. Die “Grünen Tönisvorst” konnten ihr Ziel von 10%+X nicht erreichen. Ihr Ziel erreicht hat aber die GUT. Die erstmals angetretene Wählergemeinschaft, die sich aus den Mitgliedern der ehemaligen Fraktionen der Grüne, einigen langjährigen Mitgliedern der Grünen und andere Tönisvorster Bürger, die unabhängige Politik machen wollten, zusammensetzt, konnte auf Anhieb 5,1 Prozent der Stimmen erreichen und hat damit 2 Abgeordnete im Stadtrat.
In Krefeld erreichte die CDU 35,54 Prozent, die SPD 30,70 Prozent, die Grünen steigerten sich auf 14,44 Prozent und bleiben damit mit Abstand drittstärkste Kraft, die FDP erreichte 10,21 Prozent und die Linke erreichte 3,7 Prozent. Verlierer des Abends waren wohl die Krefelder Wählergemeinschaften, die sich wohl mehr Sitze erhoft hatten. Der KrefelderKreis bleib von den Sitzen her gleich und hat nun mit 1,49 Prozent einen Sitz im Stadtrat. Die KWG konnte unter Ralf Krings nur 1,48 Prozent erreichen und haben damit auch nur einen Sitz im Stadtrat erhalten. Die Freie Union Krefeld, die zum ersten Mal und nur in drei Stadtbezirken angetreten ist, konnte wie erwartet mit 0,11 Prozent keinen Sitz holen. Auch die rechtsextreme NPD, die nur in 3 Bezirken zugelassen war, hat wie erwartet mit 0,08 Prozent kein Mandat erhalten und ist auch die schlechteste Partei der Wahl. Knapp einen Sitz verpasst hat DIE PARTEI in Krefeld. Die Partei des Satiremagazins Titanik erreichte in Krefeld 0,58 Prozent und hat damit einen Sitz nur um wenige Stimmen verpasst. Gewinner unter den Wählergemeinschaften ist nur die Wählergemeinschaft Krefelder Bürgerpolitik (KB). Sie schafften es auf Anhieb von 0 auf 1,68 Prozent und zogen auch mit einem Vertreter in den Rat ein. Die Krefelder Bürgerpolitik hat als einzige antretende Partei in Krefeld das Web 2.0 intensiv genutzt um an Wählerstimmen zu kommen. Am aktivsten waren sie dabei auf der Mikronbloggingplattform Twitter.
Eine Sensation, die nicht unerwähnt bleiben sollte, haben die Wähler in der Stadt Mohnheim bei Düsseldorf geschafft: Sie haben den 27 jährigen Kandidaten der Jugendpartei Peto (lat. Ich fordere) zum Bürgermeister gewählt. Er setzte sich mit 30,4 Prozent gegen seine Mitwerber aus der CDU (26,8%) und der SPD (19%) durch. Damit ist er nicht nur der erste Bürgermeister einer Jugendpartei, sondern auch der jüngste Bürgermeister in NRW.

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