“Die Anwälte” in Köln

anw_lte_scxhily_str_bele Freitag, den 05.03. stieg ich um 16.35 Uhr am Krefelder HBF mit einer großen Reisetasche in den Regional Express ein.

Mein Ziel war Köln. Genauer gesagt das Filmforum im Museum Ludwig. Dort wurde am letzten Freitag der Film “Die Anwälte” gezeigt. In dem Film geht es um die drei Anwälte, die die RAF verteidigt haben, Otto Schilly, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler. Letzterer ist bekanntermaßen nun ein Führungsmitglied der rechtsextremen Szene und ehemaliges NPD Mitglied.
Zur ersten Kölner Aufführung des Film hatte der Kölner Kreisverband der Grünen eingeladen.

Neben ungefähr 300 ZuschauerInnen waren an diesem Abend auch einer der Hauptdarsteller des Film, der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele, sowie die Regisseurin Birgit Schulz anwesend. Den beiden konnten nach dem Film noch Fragen gestellt werden, die von Arndt Klocke, Landesvorsitzender der Grünen, moderiert wurden.

Der Film selbst ist ein Dokumentarfilm, der sich mit der RAF und dem weiteren Werdegang der drei Anwälte auseinandersetzt. Neben originalem Material werden im dem Film Interviews der drei Anwälte, die alle einen anderen Weg gegangen sind, gezeigt.
Otto Schilly ist heute Innenminister a.D., Hans-Christian Ströbe ist stellvertretender Vorsitzender der Grünen Bundestagsfraktion und gewinnt regelmäßig das einzige Direktmandat für die Grünen und Horst Mahler ist bekennender Antisemit, weswegen er schon mehrfach im Gefängnis saß, und ehemaliges NPD Mitglied.
Doch eine Tatsache verbindet alle drei Anwälte: Sie haben alle in den 70er Jahren für eine neue, linke Politik gestritten. Teilweise mit Worten, teilweise mit Taten, wie zum Beispiel durch Waffenlieferungen an die RAF.
Der Film zeigt die Biographien der drei vor, während und nach den RAF Prozessen.

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Margot Käßmann tritt zurück

margot-kaessmann-weihnachten-540x304 “Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand”, dies waren die letzten Worte von Margot Käßmann als Vorsitzende der EKD. Was verschiedene Presseagenturen schon gegen 14 Uhr meldeten, wurde um 16 Uhr in Hannover bestätigt. Margot Käßmann ist heute mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern als EKD Vorsitzende und Landesbischöfin von Hannover zurückgetreten. Damit zog die 51 jährige die Konsequenzen aus ihrem Fehltritt am Samstag Abend.
Sie war mit 1,54 Promille Alkohol im Blut mit ihrem Dienstagwagen über eine rote Ampel in Hannover gefahren und dort von einem Streifenwagen angehalten worden.
Käßmann sprach in einer persönlichen Erklärung gestern, von dem schwersten Fehler in ihrem Leben, den sie sehr bereue.
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Meine Kritik an der Misereor Kampagne

969edada88 Seit einigen Wochen muss ich schon an einem Plakat mit einer sehr prägnanten Überschrift vorbeifahren. Auf dem Plakat schaut mich eine nette Nonne an und möchte mir folgendes weiß machen: “Gott kann nicht alles regeln. Für uns bleibt genug zu tun.”.

Und jedes mal, wenn ich dieses Plakat sehe, frage ich mich: Was soll diese Aktion?
Die genannte Kampagne kommt von der katholischen Hilfsorganisation MISEREOR.

Wikipedia weiß folgendes über Misereor:
“Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor e. V. (lat. misereor: „Ich habe Erbarmen“) ist eines der größten Hilfswerke der Katholischen Kirche in Deutschland und hat seinen Sitz in Aachen.
Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützte Misereor seit seiner Gründung im Jahr 1958 ca. 90.000 Projekte in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika. Das selbsterklärte Ziel Misereors ist es, den Ärmsten der Armen zu helfen und gemeinsam mit einheimischen Partnern Menschen jedes Glaubens, jeder Kultur und jeder Hautfarbe zu unterstützen. Jedes Jahr erreichen Misereor etwa 6000 Projektanfragen. In der Misereor-Geschäftsstelle Aachen arbeiten ca. 300 katholische und evangelische Christen. Die jährliche Fastenaktion soll den katholischen Pfarrgemeinden die Lebenswelt der Menschen nahebringen, die unter Armut und Ungerechtigkeit zu leiden haben.”
Nun stellt sich bei mir eine große Frage: Wieso behauptet eine katholische Hilfsorganisation bei der 300 ChristInnen hauptamtlich arbeiten, dass Gott nicht alles regeln kann?

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Infos und Liveticker zum Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresen

nazifrei Heute findet der größte Naziaufmarsch Europas in Dresden statt. Es gibt viele Möglichkeiten neben den normalen Nachrichtenportalen Informationen über die Lage vor Ort zu bekommen.

Ich werde euch jetzt hier einen kleinen Überblick über die Informationsmöglichkeiten geben.

Indymedia:

Eine gute Möglichkeit ist das alternative Medienportal Indymedia mit seinem Liveticket. Leider kann jeder auf Indymedia posten und daher schlichen sich im Laufe des Tages schon Meldungen über einen Toten ein, den es gar nicht gab. Also Meldungen bitte erst überprüfen (lassen), bevor ihr sie weiter verbreitet.

Twitter:

Der offizielle Liveticket ist unter http://twitter.com/13februar zu erreichen. Ich habe desweiteren unten eine Twitterwall gepostet, in der ihr alle Meldungen zum 13. Februar lesen könnt. Seid bitte auch hier vorsichtig mit dem ungeprüften Verbreiten von Informationen.

WAP-Handy-Ticker:

Der offizielle Handyticker des Bündnisses. Könnt ihr über alle WAP fähigen Handys erreichen: http://ticker.hopto.org

Aktionsradio:

Das Dresdner freie Radio ColoRadio berichtet den ganzen Tag über die Gegenaktivitäten zum 13. Februar mit Liveberichterstattung, Hintergrundberichten, und aktuellen Interviews.
Was in der Stadt wirklich los ist, werdet ihr als ersteR über das Radio erfahren. Leider ist das Radio in den letzten Stunden oft überlastet gewesen. Ihr müsst also mehrfach versuchen, den Stream zu starten.

In Dresden: UKW 98.4 + 99.3 MHz
Livestream www.coloradio.org

Derzeit funktioniert der Stream unter: http://tr.im/O2DG

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Die wirklichen Stars für Oslo

band “Unser Star für Oslo” ist derzeit eine der meistgesehensten Fernsehsendungen. Doch die wirklichen Stars für Oslo sind nicht dabei. Provinztheater aus dem schönen Krefeld sind bereits im Casting ausgeschieden.
Zwar bekam die Band bis zur Ausstrahlung der ersten Sendung keine Absage, auf Nachfrage bestätigten Pro7 und ARD jedoch die Absage an die Band. “Wir glauben, dass Stefan Raab unsere Nummer verschlampt hat und wir deswegen nicht dabei sind”, sagt Nicolai Skopalik in einem Interview mit der Westdeutschen Zeitung.
Das lustige an der Sache ist jedoch, dass einige Fernsehzeitungen und Online Magazine das Bild des Provinztheaters als Aufmacher für die erste Runde des Musikwettbewerbs benutzt hatten. Auf Grund dieser Tatsache hofften einige Fans und die Band doch noch auf eine Teilnahme der Truppe beim Vorentscheid des Eurovision Song Contests. Diese Hoffnungen wurden dann aber durch die tatsächliche Absage aus dem Sender zerschlagen.

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Der Streik des öffentlichen Dienstes in Duisburg

img_4099 „Der Arbeitskampf hat gerade erst begonnen“, rief Dieter Erdmann, Vertreter der Verdi in Duisburg seinen KollegInnen zu. Und der Arbeitskampf hat begonnen: Am 04.02. stehen viele Duisburger BürgerInnen vor verschlossenen U-Bahn Schächten. Viele reagieren mit Verständnis für die Streikenden bediensteten der öffentlichen Dienstes. 
Ein Rentner erklärt mir, dass er es richtig findet, dass die DVG ArbeiterInnen streiken. „Die haben so lange auf eine Lohnerhöhung gewartet, und nun haben auch sie eine Lohnerhöhung verdient.“ Auch einen unbefristeten Streik würde er begrüßen, obwohl er für ihn erhebliche Einschränkungen bedeuten würde. „Es kann nicht sein, dass alle Preise auf Grund der Wirtschaftskrise steigen, jedoch die Beschäftigen des öffentlichen Dienstes erneut eine Nullrunde hinnehmen müssen.“
Auf der Kundgebung am Burgplatz haben sich auch viele Auszubildende aus der Verdi Jugend versammelt. Einer von ihnen ist Thielen. Thielen kämpft um seine Übernahme nach der Ausbildung zum Landschaftsgärtner bei der Stadt Duisburg. „Eine Lohnerhöhung ist für mich eher nebensächlich.“ sagt er. „Viel wichtiger ist, dass die vielen Auszubildenden nach ihrer Ausbildung auch übernommen werden, wie es früher üblich war.“ Seine eigenen Übernahmechancen sieht er nicht als gut an und deswegen erhofft er sich von den jetzigen Tarifverhandlungen mehr Druck von Verdi auf die Arbeitgeber.
Sein Freund Tobi wurde bereits übernommen. Er ist nun Bürokaufmann bei der Stadt Duisburg. Auch er streikt nicht für mehr Geld, sondern ist als Jugendvertreter mit seinen KollegInnen zum Streik gegangen. Er findet es schade, dass sich nicht mehr Jugendliche solidarisch mit ihren KollegInnen zeigen und zur Kundgebung kommen oder sich am Streik beteiligen. „Bei Tobi hat es mit der Übernahme geklappt, aber die größte Anzahl der Auszubildenden bei der Stadt Duisburg wird nicht übernommen.“ ergänzt Thielen.

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